Wissenswertes - Klavierstimmer

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Wissenswertes

Warum muss ein Klavier gestimmt werden?

Ein Klavier ist ein Saitenintrument. Wie bei allen Saiteninstrumenten sind die Saiten (beim Klavier aus Stahl) über einen Resonanzboden gespannt. Die Schwingungen der Saiten werden über einen Steg auf das Holz des Resonanzboden übertragen, verstärkt und hörbar gemacht. Damit diese Konstruktion gut schwingen und die Töne strahlend erklingen können, wirken sehr hohe Zug- und Druckräfte.
Die Spannung der Saiten verändert sich, wenn das Holz des Resonanzbodens bei Veränderungen der Luftfeuchtigkeit arbeitet. Irgendwann sind diese Veränderungen so stark, dass es unangenehm hörbar wird und die Gesamtkonstruktion leidet.
Die Luftfeuchtigkeit ändert sich ständig und ist von den Jahreszeiten und den klimatischen Verhältnissen am Standort abhängig. Im Sommer ist die Luft warm und feucht, im Winter kalt und trocken. Hinzu kommt im Winter die trockene Heizungsluft. Fussbodenheizungen oder Kaminöfen wirken sich ebenfalss starkt auf die Luftfeuchtigkeit aus.
Bei normalen klimatischen Verhältnissen sollte ein Klavier 1x im Jahr "fürs Klavier" gestimmt werden. Bei wechselhaften Klima (zB. Fussbodenheizung, Kamin uä.) kann auch zweimaliges Stimmen empfehlenswert sein. Bei diesen Empfehlungen steht der Spannungsausgleich (wichtig für die Stabilität und Werterhalt) in dem Vordergrund. Wird ein Klavier über mehrere Jahre nicht gestimmt, sackt in der Regel die Gesamtspannung ab - das Klavier klingt zu tief und wird instabil. Hier können dann mehrere Stimmungen erforderlich sein um die richtige Spannung und Tonhöhe wieder herzustellen.
Unabhängig von diesen technisch pysikalischen Gründen, sollte man immer dann den Klavierstimmer rufen, wenn sich jemand am Klang des Klaviers stört. Hier hat jeder - unabhängig vom Alter und Bildung - seine persönliche "Schmerzgrenze", die man akzeptieren muss.

Standort und Klima

Grundsätzlich sollten die klimatischen Verhältnisse am Aufstellort so gleichmässig wie möglich sein.
Alles was Sie als Klavierbesitzer dazu beitragen können und wollen machen Sie. Dazu gehört zum Beispiel ein Luftbefeuchter, mit dem man die niedrige Luftfeuchtigkeit in den Winterzeit ausgleichen kann.
Wichtig ist ein Hygrometer. Damit wird die relative Luftfeuchtigkeit gemessen. Der normale Bereich liegt zwischen 50 und 70%. Im Sommer ist es leicht diesen Wert einzuhalten. Ist der Sommer sehr warm und feucht, steigt der Wert auch mal höher. Das Holz nimmt Feuchtigkeit auf, die Spannung der Saiten erhöht sich und das Klavier klingt verstimmt. Das ist aber nicht schlimm. Sinkt die Luftfeuchtigkeit wieder, gibt die Spannung auch wieder nach. Im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit schnell auch mal unter 40%. Auch hierbei verändert sich die Spannung. Das Klavier verliert Spannung. Anders als im Sommer kann das Klavier Schaden nehmen. Wird die Luft zu trocken, kann das Holz vom Resonanzboden reißen. Deshalb kann es erforderlich sein, für genügend Luftfeuchtigkeit zu sorgen.
Mit welchen Maßnahmen Sie das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit im Winter hoch genug halten können, ist von den gegebenen Verhältnissen am Standort abhänig. Manchmal reicht eine kleine Unterstützung (Wäsche trocknen im Zimmer, Zimmerbrunnen, ein kleiner Verdampfer uä.) oder man braucht doch einen richtigen Luftbefeuchter. Diese gibt es mit Beratung im Elektrofachhandel zu kaufen.
Tips zum Luftbefeuchter: Denken sie an die regelmässige "Bewirtschaftung". Wie wird das Wasser nachgefüllt? Abnehmbarer Wassertank? Das Hygrometer und der Luftbefeuchter befinden sich an der entgegengestellten Seite des Raums. Nur so weiß man, ob der Raum richtig befeuchtet ist. Das Hygrometer belässt man idealerweise beim Klavier.



 
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